Open Science bedeutet, dass (angehende) Wissenschaftler:innen ihre Methoden und Daten öffnen, um so anderen Forscher:innen mehr Zugang zur Forschung und Replikationen ihrer Ergebnisse und Erkenntnisse zu ermöglichen. Denn Forschung ist an sich nur relevant, wenn auch andere Forscher:innen zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Gerade in der Pädagogik und Lehrer:innenbildung teilen aber nur die wenigsten immer noch ihre Daten, Syntax, Instrumente oder Materialien. Häufig sind diese auch auf Nachfrage nicht zugänglich oder hinter Bezahlschranken. So werden nur die wenigsten Erkenntnisse überprüft oder gar repliziert. Häufiger haben wir eher eine Vielzahl von Ansätzen und Instrumenten, welche ähnliche latente Konstrukte messen. Anstelle das jedoch jeder Forscher:in oder Lehrkraft alles immer neu entwickelt, kann man auch mit Repositorien den Forschungsprozess dokumentieren, nach Fertigstellung der Theorie seinen Ansatz und seine Methode pre-registrieren, die Materalien und Instrumente mit offener CC-By Lizenz dokumentieren und mit Artikel Open Access veröffentlichen. Dann können andere Forscher:innen direkt auf dieser Forschung aufbauen und diese weiterentwickeln oder adaptieren. Hierfür gibt es mehrere Plattformen wie osf.io für den gesamten Forschungsprozess, als europäische Antwort darauf Zenodo.org sowie für komplexen Code in mehreren Versionen github oder gitlab. Die Verwendung von Open Science empfehlen seit 2026 die GEBF und AEPF (Bauer et al., 2026):

Empfehlungen zur Umsetzung von Open Science in der Empirischen
Bildungsforschung – Gemeinsame Stellungnahme der GEBF und AEPF

Als Arbeitsgruppe versuchen wir Open Science Praxis selbst umzusetzen und geben diese Praxis auch bei Abschlussarbeiten im Studium weiter. Was die aktuellen Probleme sind und warum wir in der Bildungsforschung mehr Open Science benötigen, habe ich in meinen Vortrag auf der Gebf 2026 diskutiert. Auf Youtube habe ich einen ausführlicheren Version aufgezeichnet.

In vielen Universitäten gibt es lokale interdisziplinäre Gruppen zu Open Science. An der LMU haben wir das OSC. Auf der Homepage findet ihr viele Folien, Materialien und Workshops, um eure Forschung zugänglicher zu gestalten und zu dokumentieren.